"tiere essen dürfen" Florian Asche

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emma82
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"tiere essen dürfen" Florian Asche

Beitragvon emma82 » Sa 7. Nov 2015, 22:37

hallo leute,
war bisher mmer eine stille Mitleserin.
ich bin auf meiner Arbeit mit einem Patienten über den Schriftsteller Florian asche und seine neues Buch ins Gespräch gekommen Er war begeistert über die Schreibweise dises Schriftstellers. Er ist wohl ein Gegner der veganen Seite. Habt ihr von ihm schon gehört?
das hab ich auch bei Fb gefunden.
https://www.facebook.com/jagensexundtie ... fref=photo
es kam am sonntag raus ! da gibt es schon heftige kommentare.

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Raldus
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Re: "tiere essen dürfen" Florian Asche

Beitragvon Raldus » So 8. Nov 2015, 01:30

Hallo.
Danke für den Beitrag.
Ohne Diskussionen kann man sich ja nur schwerlich ein Bild machen und sich eine Meinung bilden.

Ich kenne den Autor nicht. Vom Buch habe ich auch bisher nichts gehört.

Erstmal zitiere ich den Autor hier um den Lesern einen Überblick zu verschaffen:
Florian Asche - Tiere essen dürfen
Wir müssen aufhören, immer nur über Jagd zu sprechen, wenn es um die Tiernutzung geht. Die Freiheit, die seitens radikaler Tiererrechtler bedroht wird, betrifft gleichermaßen Angler, Reiter, Imker, Landwirte, Zoofreunde, Köche und Forscher.

Unter dem Aspekt der Freiheit wendet sich Florian Asche mit seinem neuen Buch Tiere essen - Ethik für Fleischfresser gegen eine Vermenschlichung der Kreatur. Asche widmet sich dabei philosophischen, religiösen und ökologischen Fragen. Er bestreitet den ethischen und den ökologischen Vorrang des Veganismus. Er kritisiert die radikalen Tierschutzorganisationen wie PETA und Animal Liberation Front. Asche liefert eine entscheindene Streitschrift, die das Nutzen von Tieren als Teil der Naturordnung begreift.

Noch vor wenigen Jahren war ein Kindertopfen „so wertvoll wie ein kleines Steak“. Heute quellen die Bücherregale über von Ratgebern zur veganen Ernährung. Sind Veganer und Tierrechtsaktivisten wirklich die Heilsbringer von morgen? Oder befinden wir uns auf dem Weg zu einem neuen umweltpolitischen Radikalismus? Dieses Buch streitet für mehr Sachlichkeit im Umgang mit Tieren, es hinterfragt die Lehre von der Gleichheit aller Lebewesen und greift eine übersteigerte Tierliebe an, die doch nur Ausdruck des menschlichen Selbsthasses ist.

Dr. Florian Asche (Jahrgang 1968) studierte in Oxford, Göttingen, Würzburg und Jena. Er arbeitet als Rechtsanwalt für Jagdrecht, Stiftungsrecht und Vermögensnachfolge in Hamburg und ist Vorstands- und Kuratoriumsmitglied mehrerer gemeinnütziger Institutionen, unter anderem der Max Schilling Stiftung. In der Öffentlichkeit ist er bekannt dafür, dass er sich kein Blatt vor den Mund nimmt, wenn es um jagdliche Themen geht.
2015-10-28


"Unter dem Aspekt der Freiheit ..."
Was versteht man eigentlich unter Freiheit? Bei diesem Wort wird oft die damit verbundene Verantwortung verschwiegen. Freiheit in jeglicher Hinsicht, also ohne Kompromisse, würde bedeuten, dass keinerlei Rücksicht genommen werden müsste. Der zitierte Text suggeriert bei der Verwendung dieses Wortes einen Einschnitt in die Freiheit durch den Verzicht auf Fleisch.
Um es klar zu sagen: Unbeschränkte Freiheit ist ein Egoismus der letztendlich zur Isolation, zum Untergang führt. Unbeschränkte Freiheit steht macht soziales Verhalten unmögluch. Die Idee, dass es unbeschränkte Freiheit geben könnte ist der Idee verwandt, dass ein Leben wertvoller ist als ein anderes. Das ist ein Denkansatz der sich schon oft in der Geschichte der Menschheit verherend auf ihn selbst und seine Umgebung ausgewirkt hat. Diese Idee hat viel übles in die Welt gebracht.
Die Freiheit alles tun und lassen zu können möchte man seinem Gegenüber doch nicht allen ernstes unbeschränkt zugestehen, oder? Je nach Gesinnung kann das zu Unterdrückung, Ausnutzung, Versklavung, Leid oder Tod führen. Andersherum: Schränkt nicht jeder seine persönliche Freiheit selbst ein weil die "Vernunft" einem rät, dass men gewisse Dinge nicht selbst erleben möchte und man deshalb auch nicht alles tut?
Die Menschen haben sich auf viele Einschränkungen der Freiheit über alle Kulturen hinweg auf einige grundlegende Regeln geeinigt. Z.B ist Mord eine Sache die allgemein geächtet wird. Auch wenn unter dem Deckmantel verschiedenster Gründe, ob Religion oder dem eigenem Überlegenheitsgefühl, Kriege geführt werden und Menschen trotz der Ächtung von Mord genau dieser immer wieder vorkommt.
Schlimm genug.
Mit dieser Einführung komme ich auch zum nächsten Punkt der mir im Zitat oben auffällt: "Vermenschlichung"
Wie kommt der Autor darauf, dass man auf Fleisch verzichtet weil man Tiere als menschlich betrachtet? Ich glaube eher, dass die meisten Veganer Mensch und Tier schlicht als Lebewesen betrachten. Das ist natürlich differenziert zu betrachte, da man nicht alle Menschen die auf Fleisch verzichten über einen Kamm scherren kann. Ebensowenig wie alle Menschen die Tiere "vermenschlichen". Es gibt ja auch Menschen die ihre Hund oder Katze als Familienmitglied betrachten und ich erlebe auch, dass es Menschenngibt die Tiere besser behandeln als Kind oder Partner. Unnd das wiederum ist unabhängig davon ob sie Fleisch essen oder nicht. Es ist ja nicht jeder Tierfreund auch automatisch Veganer. Und umgekehrt: Nicht jeder Veganer ist Tierliebhaber. Ich bin zum Beispiel Tieren garnicht besonders zugetan. Ich kann mit einem Haustier nichts anfangen. Ein Tier ist ein Tier, kein Haustier. So ist meine Einstellung dazu.
Es gibt eine Menge Tiere die ich überhaupt nicht mag. Z.B. Spinnen, Mücken, Ratten usw. Deshalb töte ich sie aber trotzdem nicht. Genauso wie ich einen unliebsamen Nachbarn auch nicht mit einem Baseballschläger bearbeite.

Das sind so die ersten Gedanken die ich zu dem zitierten Text habe.

1. Freiheit bedeutet nicht unbeschränkt tun zu können was einem in den Kopf kommt. Es gibt Grenzen. Freiheit bedeutet Verantwortung. Jedes Handeln ist mit Verantwortung verbunden. Jeder ist für sein Handeln verantwortlich. Dem muss manmgerecht werden. Das schränkt freiheit grundsätzlich ein. Zum Glück.
2. Tiere sind keine Menschen. Diese Abgrenzung oder auch Überlegenheit des Menschen bedeutet aber nicht, dass es Gottes Wille oder Fügung ist oder "die Natur", dass Tiere gequält, misshandelt, ausgebeutet und getötet werden müssen. Dieser Ansatz der Abgrenzung führt zwischnmenschlich schon in die gleiche Sackgasse.

Auf weiteres im zitierten Text und gehe ich nicht mehr ein. Zugegeben: Ich kenne das Buch nicht. Der Eingangstext legt mir nahe, dass ich auch nach Kenntnis des Buches kein Befürworter des zügellosen Fleischessens werden würde.

Über Kritik, Anregungen und Disskussionen hierzu würde ich mich freuen.
Schau nicht auf den Finger der dir den Mond zeigt, sondern auf den Mond!

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Re: "tiere essen dürfen" Florian Asche

Beitragvon konfitürianerin » Mi 21. Jun 2017, 12:12

Witzig ich glaube über den habe ich dieses Jahr mal zufällig einen Beitrag im Fernsehen gesehene, da fand ich seine Ansichten schon irgendwie merkwürdig...da wurde auch sowas in die Richtung gesagt, dass Fleischesser eine viele engerer Verbundeheit mit der Natur haben als Vegetarier und die Tiere erspektieren und so ein Zeug...falls es wirklich HerrAsche war..ich google mal ...


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